Das Jetztmusik Festival wurde im Jahr 2007 aus der Idee geboren, elektronische Musik mit weiteren Ausdrucksformen wie Film, Literatur oder darstellender Kunst in Verbindung zu bringen. Das Ziel: ein Aufbrechen von verkrusteten Grenzen und eine Öffnung für neue, ungewohnte Erfahrungen und damit auch für ein neues Publikum. Das Festival glaubt an die Wirkung des Aufeinandertreffens, der Begegnung von unterschiedlichen Künsten und Ästhetiken und an die Kraft des Neuen, die daraus entstehen kann. Ballett trifft auf experimentelle Elektronik, klassisches Klavier auf Avantgarde-Electronica, DJs auf Orchester, Literatur auf tanzbare elektronische Klänge und Videoinstallationen. Für eine Woche im Jahr wird Mannheim zu einem Ort des Experiments, zur Schnittstelle zwischen Musik, Tanz, Film, Literatur und darstellender Kunst.

Wir schreiben das Jahr 2014. Das Experiment ist geglückt und mittlerweile ein fester Bestandteil der Mannheimer Kulturlandschaft. Die vergleichsweise einzigartigen Festivalformate haben sich herumgesprochen und locken auch überregional eine beständig wachsende Anzahl von Besuchern an. Unser Publikum ist dabei so unterschiedlich wie die Formate des Festivals selbst. Mit seinem genre-übergreifenden Ansatz gelingt es dem Festival immer wieder, Menschen zusammenzubringen, die man nur selten gemeinsam auf kulturellen Veranstaltungen antrifft. Ein Ideal, das oft postuliert wird, beim Jetztmusik Festival aber schon seit geraumer Zeit Realität ist.

Das Team des Jetztmusik Festivals glaubt an die formgebende Relevanz von Räumen und Kontexten. Deshalb finden die meisten Veranstaltungen auch nicht an den gewohnten Konzertorten und auch nicht mit den oftmals damit verbundenen Konventionen statt. Das Wo ist stets mit dem Wie verstrickt. Und gerade in diesem Spannungsfeld kann Unerwartetes und Neues entstehen. Diese kreativen Räume lotet das Festival auch im siebten Jahr seines Bestehens aus.

Die programmatische Ausrichtung des Festivals wird in diesem Jahr um einen weiteren Schwerpunkt, um eine gezielte Fragestellung, erweitert werden: Hoch- und Popkultur – wie sinnvoll ist diese Unterscheidung heute noch? Inwiefern prägt die Trennung zwischen „großer Kunst“ und „trivialem Pop“ nach wie vor unser Denken und Reden über Kultur und welche kulturpolitischen Konsequenzen sind damit aktuell verbunden? Das Jetztmusik Festival ist nicht auf der Suche nach einem weiteren Gemeinplatz, sondern will strikte kulturelle Trennungen und Ungleichbehandlungen in den jeweiligen Aufführungen als vergleichsweise beliebig entlarven. So stehen bei uns Künstler wie Nils Frahm, Andrew Pekler, Hauschka, patten, Florian Kupfer, Magic Mountain High, das Kevin O’Day Ballett, The Twiolins, Roman Flügel oder Jürgen Teipel auf Augenhöhe nebeneinander. Eine weitere Neuerung dieses Jahr ist ein ganztätiges Symposium zu Beginn des Festivals, das sich auch diskursiv diesem Thema annähern möchte.

Wir freuen uns auf eine ungemein spannende Woche voller Musik, Kunst, Literatur, Film und Tanz an ungewöhnlichen Orten mit einem außergewöhnlichem Publikum, das wir hiermit ganz herzlich einladen mitzudiskutieren, teilzuhaben und mit uns zu feiern.

Herzlichst

Das neue Team des Jetztmusik Festival
Patrick Forgacs, Alexander Henninger, Dennis Borlein, Janina Klabes, Matthias Rauch & Julia Sattler


Das Programm des Jetztmusik Festival 2014

Nähere Informationen sowie Tickets finden Sie unter: www.jetztmusikfestvial.de

Ab sofort können auch Tickets an der Jetztmusik Festival Vorverkaufsstelle in der café|bar Alte Feuerwache Brückenstr. 2 erworben werden.

Öffnungszeiten: Mo.-Do. 10-01 Uhr | Fr. 10-03 Uhr | Sa. 15-03 Uhr | So. 15-01 Uhr


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