Erstes Netzwerktreffen regionaler Club- und Spielstättenbetreiber

Am 02.02.2012 lud das RWB-EFRE geförderte Clustermanagement Musikwirtschaft Mannheim & Region zum ersten Netzwerktreffen der regionalen Club- und Spielstättenbetreiber in die Kulturbrücken Jungbusch e.V. ein. Mehr als 20 Club- und Spielstättenbetreiber sowie  interessierte Akteure nahmen an diesem Treffen teil.

Bereits im Januar tagte auf Einladung der Popakademie die „AG Musikspielstätten“ mit Spielstätten-Vertretern aus 14 Bundesländern in Mannheim. Ziel der Tagung war die Gründung eines Spielstätten-Bundes-Verbandes sowie die Initiierung einzelner Regional-Verbände zur Stärkung der Spielstätten-Situationen. Diskutierte Themen waren unter anderem die Verhandlungen eines Gema-Clubtarifes oder die Einführung von KSK-Freibeträgen. Während in Hamburg, Berlin und Köln bereits etablierte Netzwerke wie die ClubCommission oder die KlubCom Lobby-Arbeit für die hiesigen Spielstätten und Diskotheken leisten, bilden sich auch anderorts weitere regionale Initiativen.

Das Clustermanagement Musikwirtschaft nahm diese Entwicklung zum Anlass, um Möglichkeiten eines Spielstätten-Verband für Mannheim & Region auszuloten. Als externer Referent konnte Karsten Schölermann gewonnen werden. Schölermann betreibt die Hamburger Musik-Clubs Logo und Knust und ist erster Vorsitzender des Clubkombinat Hamburgs, einem regionalen Interessenverband der Clubbetreiber und Veranstalter. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder in Politik und Wirtschaft und moderiert die Kommunikation zwischen den offiziellen Gremien der Stadt. Schölermann wurde unter anderem für die Veröffentlichung der „Liste des Grauens“ bekannt, einer polemischen Auseinandersetzung mit den Problemen eines Musikclubbetreibers, über welche er in seinem Vortrag während des Netzwerktreffens anschaulich referierte. Neben generellen Themen wie der technischen Ausstattung und Wartung, Kommunikationskosten, GEMA, dem Umgang mit Behörden wie dem Bauamt oder dem Ordnungsamt kamen auch aktuelle Probleme wie das Bundesemissionsschutzgesetz zur Sprache.

Auf der Bühne: Karsten Schölermann und Janina Klabes

Laut Schölermann können diesen „Grausamkeiten“ nur regionale Zusammenschlüsse, sowie in zweiter Instanz ein bundesweiter Verband entgegenwirken. Deutschlands Live-Musik & DJ-Szene sowie die Nachwuchsförderung sei nur so gut, wie die Live-Spielstätten und Clubs in den einzelnen Ländern aufgestellt sind. Es braucht eine gut funktionierende Infrastruktur, wenn Newcomer/ erfolgreiche Musikerinnen und Musiker auf ihr Publikum treffen

Die Anwesenden sprachen sich nach einer anschließenden Diskussion einstimmig für die Gründung eines solchen regionalen Interessenverbandes in Mannheim und der Region aus. Dem Clustermanagement kommt hierbei die Rolle des Impulsgebers und Moderators zu. Weitere Schritte auf dem Weg  zur Gründung des Interessenverbandes der regionalen Club- und Spielstättenbetreiber werden in Kürze bekannt gegeben.

Informationen über die Aufnahme in den Interessenverband sind beim Clustermanagement Musikwirtschaft erhältlich.

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