Erfolgsprojekt Clustermanagement Musikwirtschaft

Mannheimer Musikwirtschaft im Aufwärtstrend

Im Rahmen eines einjährigen Forschungsprojektes des Instituts für Journalistik und Kommunikationsforschung (IJK)Hannover wurde in Zusammenarbeit mit dem Clustermanagement Musikwirtschaft eine umfassende empirische Studie zur Musikwirtschaft in Mannheim durchgeführt. Das renommierte Institut, das an die Hochschule für Musik, Theater und Medien angegliedert ist, arbeitete bereits unter anderem mit der Berlin Music Commission zusammen und führte im Jahre 2013 eine Befragung von Medienmanagern in ganz Deutschland durch.

Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Carsten Winter wurden neben qualitativen Experteninterviews mit den Schlüsselakteuren der Mannheimer Musikwirtschaft in einem Teilprojekt auch die wichtigsten aktuellen Wirtschaftskennziffern der Branche erhoben. Seit Etablierung des Clustermanagements Musikwirtschaft ist ein erhebliches Wachstum der untersuchten Kennziffern, wie etwa Anzahl der Unternehmen, Erwerbstätigen und Umsatz, in Mannheim erkennbar. Unter Berücksichtigung vorausgehender Studien konnte so eine positive Entwicklung der Mannheimer Musikwirtschaft aufgezeigt und eine entsprechende Strategie erarbeitet werden.

Die Zahl der Erwerbstätigen in der Musikwirtschaft in Mannheim ist in den letzten Jahren, entgegen dem bundesweiten Trend, kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2013 waren 2.319 Personen in der Musikwirtschaft tätig. Das entspricht einer Steigerung von 3,25% im Vergleich zum Jahr 2012 (2.246 Erwerbstätige) bzw. 10,4% zum Jahr 2011 (2.100 Erwerbstätige). Die positive Entwicklung ist primär auf einen Zuwachs der Versicherten der Künstlersozialkasse im Musikbereich zurückzuführen. Deren Anzahl stieg von 1.441 im Jahr 2011 um 11,1% auf 1.602 Versicherte im Jahr 2013. Auch die Zahl der Unternehmen im Großraum Mannheim stieg von 577 im Jahr 2006 auf 667 im Jahr 2014.

„Um die positive Entwicklung der Mannheimer Musikwirtschaft noch besser zu verstehen, sollte sie vor dem Hintergrund der generellen Dynamik der Branche betrachtet werden“, erklärt der Leiter der Forschungsstudie, Univ.-Prof. Dr. Carsten Winter. „Diese ist durch eine zunehmende Kompetenz von Künstlern und Fans bzw. Konsumenten mit ‚Produktionsmitteln’ im weitesten Sinne zu erklären, welche vormals nur Unternehmen zur Verfügung standen. Immer mehr Künstler werden durch diese Möglichkeiten zu Unternehmern ihrer Kunst: zu Artrepreneuren. Es sind Akteure aus diesem Umfeld, die in Mannheim offenbar häufiger werden und sich vom Umfeld des Clustermanagements und den weiteren drei Säulen des ‚Mannheimer Modells’ angezogen fühlen. Sie sind die kreativen Unternehmer und Selbständigen, die aktuell die Dynamik und Transformation der Musikwirtschaft treiben. Mannheim besitzt ziemlich viele dieser Treiber und auch eine gute, für diese entwickelte Infrastruktur an unterstützenden unternehmerischen Wertaktivitäten, insbesondere in Form des Clustermanagements, die erwiesenermaßen maßgeblich über ihren Erfolg als Unternehmer in den nächsten Jahren mit entscheiden wird“, so Univ.-Prof. Dr. Carsten Winter weiter.

„Ich freue mich sehr, dass es uns nun gelungen ist, belastbare Zahlen der Entwicklung der Musikwirtschaft in Mannheim zu erhalten und diese Zahlen deutlich machen, dass der Weg, den die Stadt Mannheim im Bereich der Förderung der Musikwirtschaft betreibt, erfolgreich und zukunftsweisend ist“, so Christian Sommer, der Geschäftsführer der mg: mannheimer gründungszentren gmbh, der Muttergesellschaft des Clustermanagement Musikwirtschaft.

Aufgrund der für die Musikwirtschaft typischen Kleinteiligkeit und hohen Vernetzungsaktivitäten bedarf es eines spezifischen Verständnisses ihrer Dynamik. Die Strategie, die auf Basis empirisch-quantitativer und qualitativer Methoden vom Projektteam um Univ.- Prof. Dr. Winter in Kooperation mit dem Clustermanagement erarbeitet wurde, ermöglicht eine intelligente, inkludierende und nachhaltige Entwicklung der Mannheimer Musikwirtschaft in Orientierung an der „Europa 2020“-Strategie.

„Die Studie zeigt, dass die Strukturfördermaßnamen des Clustermanagements und des Mannheimer Models sehr gut auf die neuen Herausforderungen der Musikwirtschaft reagiert hat“, sagt Clustermanager Matthias Rauch. „Jetzt gilt es, die erarbeitete 4-Wertbeiträge-Strategie mit den Schwerpunkten Datenbank/Wissen, Formate/Vernetzung, Coaching/Produktivität, Internationalisierung/Marktentwicklung zur intelligenten, inkludierenden und nachhaltigen Entwicklung der Mannheimer Musikwirtschaft umzusetzen. So werden wir die hiesigen Akteure noch effektiver als bisher mit ihren Wertbeiträgen vernetzen, unterstützen, kommunizieren und sie auch auf ihrem Weg auf internationale Märkte vorbereiten können.“

Die konsequente Professionalisierung von Akteuren und Strukturen zeigt in Mannheim seine Wirkung und fügt sich überzeugend in den Gesamtzusammenhang der UNESCO City of Music. Das Clustermanagement Musikwirtschaft wird diesen Weg im Rahmen des „Mannheimer Models“ auch in Zukunft mit geschärfter strategischer Perspektive weiter verfolgen.

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