Rückblick zum Helene Hecht Preis 2012

Gleichberechtigung als Grundidee für Förderpreis

Der Frauenkulturrat, der sich für die Gleichstellung von Frauen im kulturellen Leben Mannheims einsetzt, erhielt durch die Aufnahme von Janina Klabes und Beril Yilmam zwei neue Expertinnen, die sich nicht nur beruflich mit dem Thema Musik auseinandersetzen:

Klabes, die als Clustermanagerin der Musikwirtschaft Mannheim unter anderem daran arbeitet, musikalische Fachkräfte und wirtschaftliche Kompetenzen in der Region zu halten, kennt die Nöte und Bedürfnisse als Musikerin aus erster Hand. Gemeinsam mit Yilmam, die als Beauftragte für Musik- und Popkultur die Jugend und Nachwuchsförderung im Blick hat, konzipierte sie den diesjährigen Helene Hecht Preis für die Kategorie POPULÄRE MUSIK. Der Helene Hecht Preis wird alle zwei Jahren in wechselnden Kategorien verliehen, zuletzt 2010 für FOTOGRAFIE.

Am Abend des 17. Januar konnten im Studio Werkhaus des Nationaltheater Mannheim die Siegerinnen nicht nur ihre mit insgesamt 3 000 Euro dotierten Preise entgegen nehmen, sie konnten dem Publikum auch kurze Auszüge aus ihrem jeweiligen musikalischen Schaffen bieten. Die Gäste aus Politik und Verwaltung, unter anderem die Bundestagsabgeordneten Dr. Birgit Reinemund (FDP) und Stefan Rebmann (SPD) sowie die Landtagsabgeordnete und Stadträtin Helen Heberer, Stadträtinnen und Stadträte Natascha Werning (Grüne), Gerhard Fontagnier (Grüne), Ralf Eisenhauer (SPD) und Ulrich Schäfer (SPD) waren ebenso begeistert von der Stimmung der Preisverleihung wie die Musikerinnen selbst. Auch waren die Sponsoren der Jüdischen Gemeinde mit ihrer 1. Vorsitzenden Schoschana Maitek-Drzevitzky, die Naphtali-Epstein-Fördergesellschaft mit ihrem Präsidenten Andreas Huber, sowie das Kulturbüros der Metropolregion Rhein-Neckar mit ihrem Leiter Thomas Kraus anwesend. Der FrauenKulturRat wurde unter anderem durch die Unternehmerin und Vize-Präsidentin der IHK, Barbara Waldkirch vertreten.

v.l. n.r. Elena Maier, Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Angie Taylor, Marie-Luise Dingler

Ursprünglich sollten in zwei Kategorien Gewinnerinnen ermittelt werden, letztlich konnte der Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz drei Frauen zum Preis gratulieren. Neben der Bassistin Angie Taylor als „Ausübende Künstlerin“ erhielt Violinistin Marie-Luise Dingler aus Mannheim die Auszeichnung für ihr musikpädagogisches Engagement. Die Komponistin Elena Maier aus Ludwigshafen erhielt einen Sonderpreis, denn obwohl die Kategorie Filmmusik ursprünglich nicht angedacht war, faszinierte die Absolventin des Studiengangs Filmmusik die Jury mit ihrer Komposition.

Der Helene-Hecht-Preis, der nach der Mäzenin und Gründerin der Musikhochschule Mannheims benannt wurde, soll weibliche Vorbilder herausstellen und  Rollenerwartungen durchbrechen.

Das RWB-ERFE geförderte Clustermanagement Musikwirtschaft begleitete den Helene Hecht Preis organisatorisch von der Ausschreibungs-Planung bis zur Umsetzung der Preisverleihung. „Ich bin überzeugt, dass der Preis einen Beitrag dazu leisten konnte, dass das Bild eines Musikschaffenden nicht mehr per se als „männlich“ assoziiert wird. Wie professionell, zielstrebig und innovativ Frauen in der Musikwirtschaft agieren, haben unsere Preisträgerinnen eindrucksvoll unter Beweis gestellt,” so Clustermanagerin Janina Klabes.

Neben dem Thema Gleichberechtigung engagiert sich das Clustermanagement auch zukünftig mit Themen der Nachhaltigkeit der Region: So soll die Gründung eines Interessenverbandes der regionalen Spielstättenbetreiber hiesigen Bühnen- und Clubbetreibern breitere Handlungsoptionen ermöglichen. Die Auftakt-Veranstaltung des neu gegründeten Entrepreneurship Clubs am 6. März soll hingegen junge Kreative mit Investoren und Unternehmer zusammenzubringen. Und eine Vielzahl von Messeauftritten im gesamten Bundesgebiet soll die Außenwirkung Mannheims als Musikkompetenz- und Wirtschaftsstandort nachhaltig stärken.

Weitere Informationen über Tätigkeiten des Clustermanagements Musikwirtschaft finden Sie unter:

www.cm-musikwirtschaft.de

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